Staatsanwaltschaft · Frankfurt/Oder

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Jahr:  
2009 
Grösse:
Entwurf ca. 40 x 150 cm, M 1 zu 10 
Typ:
Entwurfsarbeit 
Architekt:
 
Wettbewerb Kunst am Bau
Verwaltungsgericht und Staatsanwaltschaft Frankfurt/Oder


Ideenkonzept einer Glasgestaltung für das Treppenhaus

Die Ausgangsidee für eine Gestaltung des Treppenhauses in der Bachstraße, Frankfurt/Oder besteht auf der Schaffung einer Gesamtwirkung der Fensterflächen im Raum. Die separaten Abschnitte des vierteiligen Fensterbandes bleiben dabei in ihrer bildkünstlerischen Aussage einzeln erlebbar. Die Fensterentwürfe dominieren durch verschiedene, meist farbreduzierte Helligkeitswerte und ihre Strukturen. Diese entstehen durch das Überlappen der in unterschiedlichen Durchsichtigkeiten - teilweise gesandstrahlten, teilweise geklebten - senkrechten Streifen und Motive aus Echt-Antik-Gläsern, die auf insgesamt drei Ebenen der Verglasung aufgebracht sind. Konzeptionelles Anliegen ist, dass das Treppenhaus mit dem geschwungenen Geländer inhaltlich und einheitlich in einem gestalterischen Kontext mit der Gestaltung der Fensterflächen steht und mit den Akzenten und Details des Entwurfs eine Einheit bildet. In der Fernwirkung verdichtet sich das Fenster, ohne statisch fest zu wirken. Separat jedoch zeigt jeder Bereich für sich alleine qualitative Details, so dass beim Begehen der Treppe jede einzelne Scheibe als künstlerisch gestaltetes Element wahrgenommen wird. Trotz der waagerechten Motive (Wellen) im Entwurf, ´läuft´ die Fenstergestaltung mit dem Betrachter nach oben. Das ganze vierteilige Fenster streckt und wächst senkrecht in die Höhe. Es ist ein über alle Geschosse reichendes Fenster. So war es konsequent, das gestreckte, nach oben ziehende Lichtband zu unterstützen. Auch wenn der Entwurf den entstehenden „Lichtschlitzen“ im ersten Augenblick entgegen zu wirken scheint und nicht komplett ´horizontal geschichtet´ ist, überzeugt diese Gestaltung im Raum, wie die Passepartout-Darstellung nachvollziehbar zeigt. Die Farbigkeit ist hier stark zurückgenommen. Die Glasscheiben wirken hauptsächlich durch ihre verschiedenen materialästhetischen Komponenten, den unterschiedlichen Weißtönen, Helligkeiten und Strukturen.